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Die Botschaft
der Islamischen Republik Iran informiert hiermit über die neusten
Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Atomprogramm der Islamischen
Republik Iran, den Inhalt der Teheraner Mitteilung und die nachfolgenden
Entwicklungen:
Die Islamische
Republik Iran hat nach den Gesprächen mit der Wiener Gruppe (bestehend aus
den USA, Russland, Frankreich und der IAEO) sich im vorigen Jahr
prinzipiell mit dem Tausch ihres 3,5%-igen Urans gegen 20%-iges Uran, das
für den Teheraner Forschungsreaktor, der im Bereich der Nuklearmedizin und
bei der Herstellung bestimmter Medikamente Verwendung findet, benötigt
wird, einverstanden erklärt, die endgültige Einigung jedoch davon abhängig
gemacht, dass mehr Details, u.a. über die Zeit, die Menge und den Ort des
Austauschs sowie über Garantien für den Austausch geklärt werden.
Da sich die
Verhandlungen über den Abschluss der Wiener Abkommen zu sehr in die Länge
zogen, was hauptsächlich darauf zurückzuführen war, dass beide Seiten
wegen der falschen Propagandapolitik mancher westlicher Länder einander
nicht vertrauten, haben manche der befreundeten, unparteiischen und
unvoreingenommenen Länder, die an einer Lösung der Angelegenheit
interessiert sind, sich um eine Vermittlung zur Lösung des Problems
bemüht. Das Ergebnis ihrer Bemühungen und des konstruktiven Ansatzes der
Islamischen Republik Iran waren die trilateralen Gespräche zwischen Iran,
der Türkei und Brasilien in Teheran, die zur Abgabe der gemeinsamen
Teheraner Erklärung vom 17. Mai 2010 führten. Die Islamische Republik Iran
hat eine weitere vertrauensbildende Maßnahme getroffen und sich bereit
erklärt, ihr 3,5%-iges Uran bis zum Erhalt von 20%-igem Uran der Türkei zu
überlassen. Eine deutsche Übersetzung dieses Abkommens ist beigefügt.
Gemäß Absatz 6
der Teheraner Erklärung wurde die offizielle Zustimmung Teherans zum
geplanten Austausch von Uran in einem vom Präsidenten der iranischen
Atomenergiebehörde unterzeichneten Schreiben beim gemeinsamen Treffen der
Botschafter der Islamischen Republik Iran und der Türkei sowie dem
Geschäftsträger a.i. Brasiliens in Teheran am 24. Mai Herrn Omano, dem
Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde, übergeben. In
diesem Schreiben heißt es: „Die Islamische Republik Iran hat als aktives
Mitglied der Internationalen Atomenergiebehörde zur Erfüllung ihrer
Verpflichtungen im Rahmen ihrer Mitgliedschaft sowie ihrer Verpflichtungen
im Rahmen des NPT stets umfassend und in bestmöglicher Weise mit der IAEO
zusammengearbeitet. Diese umfassende Zusammenarbeit mit der IAEO ist ein
Zeichen dafür, dass sie dieser internationalen Institution Bedeutung
zumisst und die Bedeutung des Abkommens achtet. Die Islamische Republik
Iran erwartet im Gegenzug, dass einerseits die in der Satzung der IAEO
genannten Rechte der Mitglieder sowie auch die in Artikel 4 des NPT
genannten Rechte und andererseits die in der Satzung der IAEO genannten
Pflichten dieser Behörde, ihren Mitgliedstaaten zu dienen, geachtet werden
und alle Staaten ohne Diskriminierung die entsprechenden Möglichkeiten und
Hilfen in Anspruch nehmen können.“
In diesem
Schreiben heißt es weiter: „Die Versorgung des Teheraner
Forschungsreaktors mit Brennstoffen gehört zu den Punkten, zu denen die
IAEO eindeutig verpflichtet ist. Ungefähr ein Jahr ist seit dem 02. Juni
2009 vergangen, an dem die Islamische Republik Iran das offizielle
Schreiben an die IAEO gesandt hat, um für den o.g. Reaktor, der für die
Herstellung von Medikamenten und für medizinische Dienstleistungen für ca.
eine Million Menschen eingesetzt wird, Brennstoff zu erhalten, und dennoch
ist leider weder der Brennstoff an mein Land geliefert worden, noch hat
wegen der von der Gegenseite aufgestellten irrationalen Bedingungen der
eingeschlagene Weg zum Erfolg geführt.“
In diesem
Schreiben heißt es unter Hinweis auf die trilateralen Gespräche in Teheran
und die Abgabe der gemeinsamen Erklärung, von der auch Herrn Omano eine
Kopie übergeben wurde: „Die Islamische Republik Iran erklärt ihre
Zustimmung zum Inhalt der gemeinsamen Erklärung und zu allen einzelnen
Absätzen dieser Erklärung, die alle miteinander zusammenhängen und von
denen jeder einzelne ebenfalls von besonderer Bedeutung ist. Damit die
gemeinsame Erklärung umgesetzt werden kann, erklärt hiermit die Islamische
Republik Iran in der ersten Phase gegenüber der IAEO gemäß Absatz 6 dieser
Erklärung schriftlich und offiziell ihre Zustimmung zum Inhalt der
Erklärung, besonders zu den ersten fünf Absätzen.“
Am Ende dieses
Schreibens wird erklärt: „Wir erwarten, dass auch die IAEO gemäß Absatz 6
dieser Erklärung die Wiener Gruppe (die USA, Russland, Frankreich und die
IAEO) vom Inhalt derselben in Kenntnis setzt und die positive Antwort der
Wiener Gruppe an uns weiterleitet. Ein solcher Schritt wird laut dieser
Erklärung zum Beginn der Verhandlungen über ausführlichere Details zum
Austausch von Brennstoff durch Abschluss eines schriftlichen Abkommens
sowie durch Veranlassung der notwendigen Maßnahmen zwischen Iran und der
Wiener Gruppe führen.
Es besteht die
Hoffnung, dass durch die Initiative der Islamischen Republik Iran die
Konfrontation und das ehemals voreingenommene, fruchtlose und destruktive
Vorgehen ein Ende nehmen und ein konstruktives Klima für Verhandlungen und
Zusammenarbeit entsteht, um so das Vertrauen, das für eine endgültige
Lösung des Problems notwendig ist, zu stärken
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